Kategorie: Blog

  • Wie funktioniert (wirklich) nachhaltiges Marketing?

    Wie funktioniert (wirklich) nachhaltiges Marketing?

    Du hast etwas Tolles, Nachhaltiges erschaffen? Die Welt muss davon erfahren! Doch auch das Marketing sollte nachhaltig sein. Geht das überhaupt oder ist alles nur Greenwashing?

    Was ist Greenwashing?

    Greenwashing bezeichnet eine Methode, mit der Produkte oder Unternehmen sich als umweltfreundlich oder nachhaltig darstellen, es aber in Wirklichkeit nicht sind. Es leitet sich von Whitewashing ab und heißt etwa „eine weiße Weste anziehen“ und „schönfärben“. Die Marketing-Abteilungen haben ihre Hilfsmittel bereits gefunden.

    • Nahrungsmittel mit grüner Verpackung sehen auf den ersten Blick nach „bio“ aus.
    • Labels auf Nahrungsmitteln suggerieren Qualität, sind aber gern mal nur für diesen Zweck ausgedacht oder haben viel zu lasche Standards.
    • Ein Ölkonzern pflanzt ein paar Bäume oder spendet in soziale Projekte, um vom eigentlichen Schmutzgeschäft abzulenken.
    • Produkte werden mit umweltschädlicheren Produkten verglichen, um besser dazustehen.
    • Etwas ist „frei von„, auch wenn es das automatisch schon immer war.
    • Lobbyist:innen nehmen Einfluss auf Politiker:innen bzw. Entscheidungsträger:innen, um Umweltrichtlinien zu schwächen.
    • Ein umweltfreundliches Produktmerkmal wird hervorgehoben, obwohl der Rest des Produkts umweltschädlich ist.
    • Eine Bank stellt sich als sozial gerecht und umweltfreundlich dar, vergibt Konten aber nur ab einem bestimmten Einkommen oder investiert in Rüstung oder fossile Energieträger.
    • Auch gern genutzt: Eine kleinere Firma aufkaufen und deren Leistung dann als eigene Erfolge kommunizieren.

    Wir haben uns Nachhaltigkeit genauer angeschaut und geben dir in unseren Artikel „Was ist Nachhaltigkeit“ einen Überblick.

    Nachhaltiges Marketing beachtet Ressourcen, Konsum, Lebensdauer
    Unserer Konsum darf nicht mehr durch geplante Obsoleszenz und verhinderte Austauschmöglichkeit geprägt sein (CC BY-NC-SA 4.0) GGP

    Was ist echte Nachhaltigkeit?

    Konsum und Nachhaltigkeit sind nur schwer vereinbar. Es wäre prinzipiell aber möglich.

    Ressourcen müssten so genutzt werden, dass sie nicht verschmutzt oder mehr verbraucht werden, als auf natürlichem Wege (auch mit verfügbaren, technischen Hilfsmitteln) nachwächst bzw. aufbereitet werden kann.

    Lebensdauer der Produkte muss verlängert werden. Die geplante Obsoleszenz muss abgeschafft werden oder mit empfindlichen Zahlungen bestraft werden. So ersparen wir uns das Kaufen für die Müllhalde.

    Reparatur muss mit wenigen Handgriffen und verfügbaren Ersatzteilen möglich sein. Konkret geht es um Alltagsgegenstände, nicht hochpräzise Elektronikbauteile. Einige Hersteller beweisen, dass das funtioniert – bei gleicher Qualität und gleichem Preis.

    Nachhaltiger Konsum ist trotzdem immer mit Vorsicht zu genießen. Jeder Kauf, jede Unternehmung, jede Reise kann der Umwelt schaden. All zu oft ist die beste Alternative zum Konsum, einfach nichts zu tun bzw. zu kaufen. Lässt es sich nicht vermeiden, dann sollte eine wirklich umweltfreundliche Alternative gefunden werden.

    So kann Marketing nachhaltiger werden

    Konsum kann nachhaltig sein, also sollte Marketing es auch sein. Aktuell ist diese Welt aber alles andere als das. Für die meisten Firmen zählt der Gewinn. Wenig Investition in Marketing und Werbung soll maximale Profite generieren.

    Umwelt und Menschen, die die Arbeit verrichten, bleiben dabei oft auf der Strecke. In der Branche werden Arbeitskräfte gern „verbrannt“. Wir haben selbst über 15 Jahre Berufserfahrung in der Branche und können so nicht weitermachen. Wir wollen echte Nachhaltigkeit im Marketing.

    Wir verbrauchen nicht unnötig „Umwelt“ – Online und Offline

    Marketing 3.0 ist unser Ding. Wir beraten Menschen und Firmen, wir helfen bei SEO, Content oder Social Media.

    Empowerment steht bei uns aber an erste Stelle. Hilfe zur Selbsthilfe. Du machst dich nicht von uns abhängig, sondern erlangst die Kompetenz, um dich selbst gebührend zu vermarkten. Als fachlicher Ansprechpartner stehen wir dir bei Entscheidungen zur Hilfe.

    Dabei fangen wir schon im Keinen an: Wir drucken auf Recycling-Papier, Bilder und Quellcode sind klein und verkleinern den Traffic, wir befüllen nicht jede Social Media Plattform – auch wenn dadurch minimal weniger Menschen erreicht werden. Wir setzen vorwiegend Open Source Software und gebrauchte Hardware ein, sitzen nicht in schlecht gedämmten Großraumbüros, sondern nutzen kleine CoWorking-Spaces oder Home Office, um lange Anfahrtswege zu vermeiden. Und wenn wir doch mal fahren müssen, dann bevorzugt mit Fahrrad oder Öffis. Lieferungen erfolgen im Stadtgebiet per Fahrradkurier oder Lastenrad.

    Nachhaltiges Marketing heißt für uns auch auf die Ressource Mensch achten
    Einfach mal Zeit zum Atmen haben (CC BY-NC-SA 4.0) GGP

    Wir verbrauchen nicht „uns“

    Wir haben in Agenturen gearbeitet.

    Wir haben in oder für Unternehmen gearbeitet.

    Wir haben davon genug.

    Wir wollen uns nicht verbrennen. Auch in 10 Jahren soll uns die Arbeit noch Spaß machen. Außerdem bestehen wir nicht nur aus Arbeit, sondern haben auch noch ein Leben drumherum.

    Ausgebrannt nützen wir weder uns noch der Gesellschaft etwas. Wir haben genug Menschen in der Branche mit Burnout erlebt. Wir machen da nicht mit. Und du solltest klassische Marketing-Unternehmen mit der Lupe nach Ungereimtheiten absuchen. In geschätzt 95% der Fälle findest du Etwas.

    Wir arbeiten transparent

    Unsere Arbeit ist öffentlich. Wir arbeiten nicht hinter verschlossenen Türen und Fenstern, unsere Kostenvoranschläge sind transparent aufgeschlüsselt, Konzepte nach Absprache mit Creative Commons Lizenzrechten versehen und unsere Einkünfte sind bei Nachfrage öffentlich einsehbar.

    Fehlt dir noch etwas? Schreib‘ uns eine E-Mail!

    Wir arbeiten für die bessere Zukunft

    Marketing heißt nicht automatisch: höher, schneller, weiter.

    Wir wollen mit Purpose Marketing nicht nur Umwelt und Menschen schützen, sondern auch einen Grundstein für eine bessere Zukunft für alle zu legen.

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  • Gut erklärt: Was sind Angebote?

    Gut erklärt: Was sind Angebote?

    SICHER DIR JETZT DAS ANGEBOT DER WOCHE! SO LANGE DER VORRAT REICHT!

    Na, macht dich das an? Du versprichst dir ein günstiges oder sogar kostenloses Produkt davon? Das ist so gewollt. Angebote, Rabatte und Aktionen vernebeln dein Gehirn und machen dich kauffreudiger.

    Angebote sind wie Kokain

    Dein Belohnungssystem im Gehirn ist getriggert. Dein Puls steigt, die Atmung beschleunigt sich, Euphorie macht sich breit. Du möchtest kaufen und deinen Rausch genießen.

    Rabatte, Aktionen und Angebote funktionieren laut Wissenschaftler:innen wie Drogen. Die ersten 5 Sekunden nach einem Kauf lösen im Gehirn grundlegend das Gleiche aus wie Kokain. Ganz schön schräg, oder?

    Rabattaktionen wurden von uns allen erlernt. Produkte werden dadurch noch schmackhafter. Wenn sie besonders günstig sind, dann greifst du vielleicht auch zu, wenn es gar nicht so richtig gebraucht wird? Immerhin ist es billiger!

    Angebote wirken wie eine Droge
    Angebote, Rabatte, Aktionen lösen einen Rausch im Kopf aus (CC BY-NC-SA 4.0) GGP

    Rabatte sind psychologisches Marketing

    Cyber-Week. Black Friday Sale. Prime Week. Black November. Schlussverkauf. Aktion. Neueröffnung. Räumungsverkauf. Deals. Mehrvember. Veganuary. 3 für 2. Schnäppchen. Rabattaktion.

    Nichts befriedigt mehr als ein guter Deal zur richtigen Zeit. Der Verlust von Geld wird vom Belohnungsgefühl überlagert. Händler:innen lieben diesen Trick und machen sich das natürlich zu nutze. Schließlich müssen Waren an den Mensch gebracht werden.

    Falle nicht mehr auf Angebote herein

    Um einen kühlen Kopf bei Angeboten und Rabatten zu behalten, kannst du dich an diesen Punkten abarbeiten. Uns hilft es, Sales sachlicher und ehrlicher einzuschätzen.

    1. Durchatmen
    2. Vergleiche die Preise im Netz
    3. Brauchst du das Produkt?
    4. Und jetzt sofort?
    5. Hast du es schon in anderen Varianten?
    6. Hattest du so etwas bereits?
    7. Nochmal überlegen: Brauchst du es wirklich?

    Du hast alles mit JA beantwortet:

    • Dann schlafe eine Nacht darüber!
    • Komm morgen nochmal mit klarem Kopf wieder.
    • Angebote gibt es alle Nase lang.
    • Übrigens: Rabatte sind nicht immer günstiger. 😉
    Überdenke Angebote in Ruhe
    Nimm dir Ruhe und Zeit für deine Entscheidung (CC BY-NC-SA 4.0) GGP

    Viele Käufe – ob zu Rabattaktionen mit fancy Namen oder Nice-to-Haves – sind Luxus. Es fühlt sich gut, sich etwas Gutes tun zu können. Das sollte sich jede:r gönnen dürfen. Die eigenen Kaufhandlungen kritisch zu hinterfragen, ist dennoch wichtig. Nicht jedes Produkt bietet einen wirklichen Mehrwert. Produkte sollten dir mehr als 5 Sekunden Glück bringen.

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  • Gut erklärt: Was ist Nachhaltigkeit?

    Gut erklärt: Was ist Nachhaltigkeit?

    Eins ist mal klar: Nachhaltigkeit ist gerade absolut angesagt und verkauft sich bestens. Das gute Gewissen in kleinen Packungen. Doch was ist echte Nachhaltigkeit? Woher kommt es und welche Stellung hat es in deinem Leben eingenommen?

    Die Definition von Nachhaltigkeit

    Wir lieben es, nachhaltig zu kaufen, zu essen, zu leben und zu sein. Das Wort steht Synonym mit einer Lebensweise achtsam zu sein. Doch was bedeutet Nachhaltigkeit wirklich?

    Laut Duden von 1915 bedeutet es:

    1. Wirkung, die länger anhält
    2. forstwirtschaftliches Prinzip
    3. biologisches Prinzip: Es darf nur das verbraucht werden, was nachwachsen, sich regenerieren und künftig wieder bereitgestellt werden kann

    Alter Wein in neuen Schläuchen

    Das erste Mal wird laut der Deutschen Gesellschaft für Qualität der Begriff Nachhaltigkeit schon 1713 erwähnt. Damals im Werk von Hans Carl von Carlowitz im Bezug auf Forstwirtschaft. Die Idee dahinter war das stabile Gleichgewicht.

    1987 wurde der Begriff dann zum Programm. Die Brundtland Kommission beschrieb in ihrem Bericht Our Common Future die nachhaltige Entwicklung und setzte damit den Standard für die Nachhaltigkeit:

    Humanity has the ability to make development sustainable – to ensure that it meets the needs of the present without compromising the ability of future generations to meet their own needs.

    Bericht der Brundtland Kommission

    Konsum [ist] dann nachhaltig, wenn er „den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil zu wählen“.

    BMU | Nachhaltiger Konsum

    Kurz gesagt: Entwicklung sollte nachhaltig gestaltet werden, damit auch künftigen Generationen ein schönes Leben haben können..

    Tja. Das lief wohl nicht so gut. 50 Jahre später gibt es immer noch die gleichen Forderungen. Das Leben der heutigen Generation und künftiger Generationen ist gefährdet.

    Nachhaltigkeit im Bericht der Brundtland Kommision
    Die Brundtland Kommission wollte mehr als wir geschafft haben (CC BY-NC-SA 4.0) GGP

    Nachhaltigkeit heute

    Viele Menschen haben ein (neues) Bewusstsein entwickelt. Reparieren statt Neukaufen ist groß in Mode — wie zu „Omas Zeiten“. Schluss mit der Wegwerfgesellschaft. Nicht nur für’s Klima, sondern auch für das eigene Gewissen.

    Dann ist doch alles gut, oder? Leider ist der Begriff Nachhaltigkeit heute ziemlich verbraucht. Es reicht vom netten Nebeneffekt über vorgeschobene Verkaufsargumente (-> Greenwashing) bis hin zur Lebenseinstellung. Nachhaltigkeit ist alles und über all ist Nachhaltigkeit drin.

    Das ist ein Problem, denn wir können nicht mehr richtig einschätzen, was nachhaltige Strukturen und Prozesse ausmacht.

    Greenwashing

    Firmen und Politik haben erkannt: Nachhaltigkeit verkauft sich.

    Die allermeisten Firmen bauen Dinge jetzt nachhaltig(er), weil sie damit in erster Linie Geld erwirtschaften wollen. Leider oftmals nicht, weil sie wirklich dahinter stehen. Das nennt sich Greenwashing.

    Oftmals werden auch nur gut bzw. grün klingende Argumente vorgeschoben oder minimale Dinge verändert und das als Revolution verkauft. Ein Großteil des „Ohne Inhaltsstoff XY“-Marktes basiert darauf.

    Nachhaltigkeit ist ein Trend
    Alles ist nachhaltig und kann die Welt verändern (CC BY-NC-SA 4.0) GGP

    Echte Nachhaltigkeit fängt aber beim Umdenken an. Und es bringt auch wirtschaftliche Unsicherheiten und Investitionen. Das Risiko wollen nicht alle Firmen tragen. Einige können es auch nicht, da sie sonst am Markt nicht gegen die Konkurrenz ankommen. Da sind groß angelegte PR-Kampagnen günstiger.

    Am Ende kannst nur du den Unterschied machen. Erkennen Greenwashing und kaufe diese Dinge nicht. Werde laut. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass der Markt das nicht von selbst regelt, sondern für echte Nachhaltigkeit Regulierungen braucht. Zumindest so lange, bis Menschen von selbst darauf kommen oder nicht mehr nur ans eigene Wohl denken.

    Die Stilmittel des „grünen“ Marketings

    Du brauchst nicht den vollen Durchblick zu haben, um Greenwashing von echter Nachhaltigkeit zu unterscheiden. Wir haben dir die wichtigsten Stilmittel des „grünen“ Marketings zusammen getragen.

    • Schwammige Sprache: Wörter ohne klare Bedeutung, z.B. umweltfreundlich
    • Grünes Produkt vs Dirty Firma: Grüne Produktlinie in einem sonst nicht so nachhaltigem Unternehmen
    • Stimmungsbilder: Bilder, die einen falschen Eindruck vermitteln
    • Faule Claims: Alleiniges Bewerben der nachaltigen Attribute
    • Falsche Branchenstandards: Bestes Unternehmen in Sustainbility, obwohl der Wettbewerb alles andere aIs nachhaltig ist
    • Unglaubwürdigkeit: Produkte werden tasächlich in der Farbe „Grün“ gemacht -> Greening
    • Irrelevante Informationen: Unverständliche und irrelevante Informationen, die Nichts über die tatsächliche Herstellung aussagen
    • Falsches Label: eigene Gütesiegel, die nur dafür erfunden wurden
    • Fehlende Nachweise: Es fehlen geprüfte Fakten zur Richtigkeit der Angaben
    • Lügen: Claims oder Daten wurden für den guten Ruf erstellt

    Die Checkliste kannst du dir auch hier als PDF runterladen.

    Schönfärberei – gibt es nicht nur in Grün

    Eigentlich ist es ziemlich logisch, dass Greenwashing nicht die einzige Schönfärberei sein kann. Das wäre zu schön, um wahr zu sein. Es gibt noch viel mehr: zielgruppenspezifisch und thematisch sortiert. Die Palette reicht ein mal durch das ganze Regenbogenland.

    Whitewashing

    Whitewashing

    Der Versuch von Unternehmen Fakten zu vertuschen und Verantwortlichkeiten von sich wegzulenken nennt sich Schönfärberei.

    Brownwashing

    Brownwashing

    Unter den vielen Bedeutungen beschreibt es vor allem den Support von BIPOC ohne, dass antirassistische Werte im Unternehmen implentiert sind.

    Bluewashing

    Bluewashing

    Soziales Engagement ist nur eine PR-Kampagne findet sich aber nicht in moralischen und ethischen Strukturen eines Unternehmens wieder.

    Purplewashing

    Purplewashing

    Haben Unternehmen plötzlich ein genderfreundlichen Auftritt ohne sich tiefgreifend mit der Gleichstellung zu beschäftigen, dann wird das feministische Empowernment zweckentfremdet.

    Pinkwashing

    Pinkwashing

    Schaffen Produkte Aufmerksamkeit für Brustkrebserkrankungen und weisen dennoch Stoffe aus, die nachweislich für Brustkrebs sorgen, dann nennt sich das Pinkwashing.

    Rainbowwashing

    Rainbowwashing

    Um zu zeigen, wie progressiv und unterstützend ein Unternehmen mit der LBTQIA+-Community ist, werden schnell die Regenbogenfahnen gehisst. Meist im Monat Juni.

    Wir sind immer wieder erstaunt, welche Maßnahmen sich Unternehmen überlegen, um ihre Produkte und Dienstleistungen zu verkaufen. Da gibt es noch viel zu lernen. Auch für uns.

    So kannst du dich schützen

    100% sicher vor „grünen“ Marketing-Maßnahmen werden wir nie sein. Wichtig ist es zu erkennen, ob dahinter Greenwashing, eine neue Strategie oder echte Nachhaltigkeit steht.

    Sei aufmerksam und glaube nicht alles, was dir von Plakaten, Werbebannern & Co eingeredet wird.

    Du denkst, da stinkt etwas gewaltig? Dann tausche dich aus.

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  • Blauer Engel für eine Open Source Software

    Blauer Engel für eine Open Source Software

    Der Blaue Engel ist eines der wichtigsten Siegel für Umweltschutz. Das Umweltzeichen wird seit 1978 für besonders umweltschonende Produkte und Dienstleistungen von der Bundesregierung vergeben. Bislang ohne Auszeichnung für eine FOSS.

    KDE – die erste Software ist offiziell nachhaltig

    Aktuell haben etwa 20.000 Produkte und 1.600 Unternehmen das Siegel erhalten. Bislang gab es den Blauen Engel nur für Gegenstände und Dienstleistungen. Seit 2020 gibt es das Siegel nun auch für ressourcen- und energieeffiziente Softwareprodukte, genannt DE-UZ 215.

    […], den Energieverbrauch der Informations- und Kommunikationstechnik insgesamt zu reduzieren und die Ressourceneffizienz zu steigern. […] Aufgrund geringerer Leistungsanforderungen kann die Hardware länger genutzt werden. Darüber hinaus zeichnet sich die Software durch eine hohe Transparenz aus und ermöglicht Nutzenden besondere Freiheiten im Umgang mit der Software.

    Blauer Engel

    2022 wurde der KDE e.V. ausgezeichnet. Die erste Software mit dem Siegel ist KDE Okular, ein Dokumentenbetrachter, der viele Vorteile hat:

    1. Open Source / FOSS
    2. kostenfrei
    3. universell für viele Formate einsetzbar
    4. kleiner Fußabdruck auf der Festplatte
    5. ermöglicht zusammen mit anderen Programmen (unter Linux) die längere Nutzungsdauer von Hardware, wenn Windows und macOS den Dienst verweigern

    So sieht echte Nachhaltigkeit aus.

    Was ist KDE?

    KDE ist ein Wortspiel bereits existierenden Unix Systeme — Common Desktop Environment — und ist eine grafische Nutungsumgebung für Unix und Linux-Betriebssysteme.

    Funfact: Das K stand zu Beginn für K(ool).

    Wikipedia | KDE

    Die aktuelle Version heißt KDE Plasma. Von einer weltweiten Community programmiert, enthält KDE Plasma viele Programme für den alltäglichen Bedarf, wie z.B.:

    • Okular, ein Dokumentenbetrachter,
    • Kate, ein Textprogramm,
    • Kira, ein professionell einsetzbares Grafikprogramm,
    • Kdenlive, ein Videoschnittprogramm oder
    • Kdevelop, eine Programmierumgebung.

    Die KDE Community

    Der eingetragene Verein KDE e.V. ist seit 1997 gemeinnützig und finanziert sich aus Spenden der Community: Geld, Zeit und Hardware sind willkommen. Nur so kann laut Verein der freie Austausch von Wissen stattfinden und allen Menschen die gleichen (digitalen) Voraussetzungen mit auf den Weg gegeben werden.

    Blauer Engel für Software – mehr davon!

    Wir hoffen, dass noch viele weitere Open Source Software einen Blauen Engel bekommen. Vielleicht wird dadurch die Arbeit der Entwickelnden endlich für die breite Masse sichtbar.

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  • 3 Tipps für mehr Datenschutz im Netz

    3 Tipps für mehr Datenschutz im Netz

    Du möchtest deine persönlichen Daten im Internet besser schützen? Dann haben wir genau die richtigen Tipps für dich. Doch denke dran: Nichts schützt zu 100%.

    Tipp 1: Dein Verhalten

    An erster Stelle steht dein Verhalten im Internet. Je mehr Daten du dort preisgibst, um so mehr können gespeichert, verkauft und im Zweifel gegen dich verwendet werden.

    Surfe mit Bedacht. Öffne Links im Zweifel nur im Inkognito-Modus deines Browsers, öffne Mail-Anhänge und Links nur, wenn du dir absolut sicher bist, dass du dem Absender vertrauen kannst. Lade nichts von irgendwelchen Seiten herunter, auch wenn es „nur für kurze Zeit“ kostenlos ist oder du „gewonnen hast“. Und halte deine Software aktuell.

    Sicherheit und Schutz rulez
    Achte darauf, welche Daten du preisgibst (CC BY-NC-SA 4.0) GGP

    Vermeide Accounts bei bekannten Datensammelseiten wie Alphabet (Google, Youtube, GMail), Meta (Facebook, Instagram, WhatsApp, Oculus), Amazon (Prime, Twitch), Microsoft (Windows, Teams, Skype) und Co. Oder nutze ausgedachte, persönliche Daten, wenn ein Account notwendig ist. Überlege dir Alias-Namen und plausible Informationen. Schreibe sie in ein Notizheft, falls du sie mal wieder angeben musst.

    Hinterfrage kostenlose Software und Angebote kritisch. Wie sieht das Geschäftsmodell der Firma aus. Wirst du zur Ware – werden also deine Nutzungsdaten wie Inhalte oder Standort verkauft? Verwende nach Möglichkeit freie bzw. Open Source Software.

    Tipp 2: Software, Programme und Apps

    Hier findest du unsere Tipps für ein sicheres System, dass auch im Alltag mit kleinen Bequemlichkeitshürden problemlos einsetzbar ist. Beispielsweise verhindern die empfohlenen Addons weitgehend das Ablegen persönlicher Daten, dafür musst du sie entweder einrichten oder bei allen Seiten jedes Mal erneut die Cookie-Opt-Ins ausfüllen. Dafür wirst du aber nicht zur Ware.

    Browser

    Addons

    • uBlock Origin
    • EFF Privacy Badger
    • Canvas Blocker
    • Smart Referer
    • Skip Redirect
    • Clear URLs
    • HTTPS Everywhere
    Sicherheit durch datenschutzfreundliche Programme und Apps
    Schütze dich mit den richtigen Programmen und Apps (CC BY-NC-SA 4.0) GGP

    Mail

    Messenger

    Social Media

    Betriebssysteme

    • PC: GNU/Linux (z.B. Manjaro, Ubuntu, Mint, PopOS! … )
    • Smartphone: LineageOS, Android ohne Google (oder wenigstens nur Gapps Micro)

    App Stores

    • F-Droid
    • Aurora Droid
    • APK Pure (nicht werbefrei, aber Google-frei)

    Tipp 3: Nimm dir Zeit

    Nur die Wenigsten können an allen Ecken und Enden sofort umsteigen. All das braucht Zeit. 
    Wenn Arbeit oder Hobby alternativlos bestimmte Programme fordern, dann ist das (erst einmal) so. Überlege an welcher Stelle, du schon mal anfangen könntest.

    Digitaler Schutz bedeutet mehr Zeit
    Nicht von jetzt auf gleich, nimm dir Zeit beim Datenschutz (CC BY-NC-SA 4.0) GGP

    Wie wäre es mit: Installiere Firefox und ein paar der Addons und surfe fortan damit etwas sicherer. Du willst schon einen Schritt weitergehen? Dann beobachte dein Verhalten genauer. Wo geht es um sensible und vertrauliche Inhalte? Wie wäre es dann mit: Zahle 1€ im Monat für einen sicheren E-Mail-Anbieter. Nutze Signal oder Threema als Instant Messenger und überzeuge dein Umfeld, mitzumachen.

    Der Weg besteht aus vielen kleinen Schritten. Du musst nur irgendwann loslaufen. Das Ziel ist Selbstbestimmtheit über deine persönlichen Daten.

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  • Sind Cookies schlecht?

    Sind Cookies schlecht?

    Ist dir beim Betreten dieser Seite etwas aufgefallen? Genau, kein Cookie Popup ist dir vor den Inhalt gesprungen und hat dir erst einmal jede Menge Arbeit abverlangt – oder schenkt uns deine Nutzungsdaten mit einem schnellen Klick auf „Alle akzeptieren“, die wir dann an Dritte (Unternehmen) verkaufen könnten. Wir verwenden keine Cookies auf dieser Seite. Um zu verstehen, warum wir Cookies kritisieren, musst du verstehen, was Cookies genau bezwecken. Spoiler: Meist nichts Gutes.

    Was sind Cookies und wofür?

    Auch wenn sie so übersetzt werden, leckere Kekse sind Cookies leider nicht. Es handelt sich dabei um kleine Dateien, die Daten zur Wiedererkennung enthalten. Diese werden beispielsweise von Internetseiten auf dem Computer gespeichert, damit sich nicht bei jedem Aufruf Nutzer:innen neu einloggen müssen oder bestimmte Einstellungen wieder vornehmen müssen.

    Aber sie dienen auch dazu, Eigenschaften und Interessen der User zu speichern und über viele Seiten hinweg das Surfverhalten zu speichern. Daraus lässt sich dann nicht nur personalisierte Werbung generieren … 
    Alles nur halb so schlimm? Du hast nichts zu verbergen?

    Cookies sind nicht lecker
    Hmmm, Cookies. Klingt lecker, sind sie aber nicht (CC BY-NC-SA 4.0) GGP

    Wie wäre es mit einem Beispiel. Nehmen wir einfach einmal folgende Person – sie surft ohne Sicherheitsmaßnahmen im Netz. Folgende Daten können relativ einfach erhoben werden:

    • wohnt in Berlin
    • surft am Laptop Modell XY einer bestimmten Marke
    • Verwendet eine veraltete Windows-Version
    • Nutzt Whatsapp im Browser
    • Surft mit Google Chrome
    • Hat heute drei Fetisch-Pornos geschaut
    • Hat bei Grindr ein Treffen ausgemacht
    • Nutzt täglich TikTok und Instagram
    • Folgt Politiker·innen der Grünen, CDU und Die PARTEI und liked deren Beiträge
    • Diskutiert auf Twitter mit Hashtags zum Thema Geflüchtete und Sozialpolitik
    • Hat diese Woche Geld für BDSM-Zubehör und CBD-Öl ausgegeben
    • Sucht auf Google nach Symptomen für Angstattacken und braunen Flecken auf der Haut
    • liest regelmäßig ZON, SPON, Tagesschau und Netzpolitik und teilt die Beiträge

    Jede:r verursacht eine Datenspur im Internet. Jeder Click, jeder Seitenaufruf, jedes Verweilen an bestimmten Stellen füttert die Datensammel-Seiten. Fast jede Seite möchte ihre eigenen Cookies schreiben – ein Teil des Geschäftsmodells, denn Dienste wollen sich finanzieren. Die Daten werden analysiert und „gegen“ dich verwendet, dass du schneller Dinge kaufst oder einen bestimmten Weg nimmst. Oder die Daten werden einfach mit anderen zusammen an Dritte verkauft.

    Doch geht das Menschen und Firmen etwas an?

    Was ist, wenn diese Daten einer Organisation, Gruppe oder künftigen Regierung in die Hände fallen? Was ist, wenn künftig deine verganenen Handlungen unter Strafe stehen? Oder Gruppen aus deinen Käufen und Klicks Vorlieben, Meinungen, Herkunft oder politische Gesinnung ablesen und plötzlich Lynchjustiz wieder ein Ding wird? Wenn die Daten einmal erhoben wurden, wird sich daran fleißig bedient werden.

    Hast du immer noch Nichts zu verbergen?

    An dieser Stelle sei erwähnt: Verbergen hat Nichts mit illegalen Dingen oder Verstecken zu tun. Es sind einfach Informationen, die keinen Menschen oder Institution Etwas angehen.

    Cookies spionieren dein Verhalten aus
    All deine Handlungen werden genaustens getrackt (CC BY-NC-SA 4.0) GGP

    Warum ist das Internet so doof?

    Überwachung geschieht durch Geheimdienste. Stimmt. Doch viel wichtiger für dich ist die Überwachung durch Konzerne und Firmen, die auf dem Verkauf von Daten ein Geschäftsmodell aufgebaut haben. Du bist die Ware.

    Konzerne wie Google, Amazon, Microsoft, Adobe und fast jede andere haben das Recht dazu in ihren AGBs verankert. Verarbeitet wird dank schneller Computer und Algorithmen voll automatisiert.
    Überwachung mit technischen Mitteln zum Zweck des Gewinns nennt man übrigens Überwachungskapitalismus (geprägt durch Shoshana Zuboff). So funktioniert das Internet.

    Keine Cookies = guter Datenschutz?

    Ist die Welt ohne Cookies besser dran? Es ist kompliziert.


    Nehmen wir dazu eine aktuelle Entwicklung. Google möchte Cookies von Dritten automatisch im hauseigenen Browser Chrome blocken. Klingt doch ganz nett. 

    Aber: Chrome ist der meist genutzte Browser weltweit. Google ist die meist genutzte Suchmaschine weltweit. Android ist das meist genutzte Smartphone-Betriebssystem weltweit.

    Damit wird eines mehr als deutlich: Google hat immense Macht über den digitalen Raum. Und diese Macht wird jetzt ausgespielt. Denn Daten werden trotzdem weiter erhoben, allerdings nur noch von Google und andere Firmen werden ein Problem mit ihrem Geschäftsmodell haben.

    All das verkauft Alphabet, der Konzern hinter Google, als Datensparsamkeit für die User.  Ob das dann am Ende so wird, lässt sich nur mutmaßen, aber es liegt nahe, dass da vor allem finanzielle Interessen dahinter stehen. Und es könnte ohne sinnvolle Regulierung ein (weiteres) Monopol entstehen.

    Cookies machen Geld mit Daten
    Deine Daten sind wahres Geld wert (CC BY-NC-SA 4.0) GGP

    Cookies sind nur eine Möglichkeit, Daten zu erheben. Es reicht nicht, nur darauf zu verzichten und anzunehmen, es ist dann alles fein. Ein paar weitere Möglichkeiten, Daten über Internetnutzer:innen zu erheben sind beispielsweise:

    Erst sollten Opt-Outs schützen, später Double Opt Ins. Doch Opt Outs sind oft versteckt und zurecht verrufen – und was wir uns mit Opt In Pflicht eingeheimst haben, wissen wir alle spätestens seit den Cookie Bannern auf jeder Seite. Es nervt.

    (Zwischen)Lösungen?

    Opt In, Opt Out, Cookies, Tracking … es sieht nicht gut aus für die Datensicherheit der Surfenden.

    Das Internet ist nicht der freie Ort, der er sein könnte (und ursprünglich mal sein sollte). Du kannst dich aber zumindest etwas schützen. Mitdenken beim Klicken, Surfen und Kaufen ist das eine. Durch Werkzeuge kannst du den Trackern und Cookies das Leben schwer machen.

    Cookies wollen an deine Daten
    Schütze deine Daten (CC BY-NC-SA 4.0) GGP

    Werde aktiv! Warte nicht auf „die da oben“. Bisher kam da wenig bis gar nichts. Trotzdem hoffen und fordern wir weiter, machen uns für Datenschutz stark und unterstützen die passenden Vereine.
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    Teste doch einfach mal, wie sicher dein Browser gerade ist:

    Verändere dein Verhalten und deine Programme, verwende einen Browser wie Firefox und installiere die empfohlenen Addons.

    Und wenn dir Datensicherheit nicht egal ist, informiere dich doch bei den Verbänden und Seiten über die aktuellen Entwicklungen und unterstütze sie bei Bedarf:

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    Passend dazu: Folge uns bei Mastodon.

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    Wenn du ein cooles Projekt am Start hast, das Unterstützung beim Online Marketing braucht:
    Du weißt, wo du uns findest!

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  • Warum sind Zebras besser als Einhörner?

    Warum sind Zebras besser als Einhörner?

    Auch wenn Einhörner eigentlich seltener als Zebras sind, finden wir Zebras cooler. Allerdings nur aus Marketing-Sicht. Beides sind Bezeichnungen für zwei grundlegend verschiedene Start-Up-Konzepte. Wir erklären dir, was es damit auf sich hat.

    Start-Ups

    Eine neu gegründete Firma mit hohem Wachstumspotenzial und innovativer Geschäftsidee wird auch als Start-Up bezeichnet. Ideen sind ihrer Zeit oftmals voraus, es fehlt ein final umsetzbares Geschäftsmodell oder der Markt ist noch nicht so weit. Start-Ups haben zudem oft besondere Einstellungen zu Flexiblität, Modernität und Hirarchien.

    Meist sind die Unternehmer·innen jung, haben wenig Geschäftserfahrung und es ist nicht einmal klar, ob ein Produkt wie versprochen geliefert werden kann. Oder der Markt es akzeptiert. Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass 70 bis 80% aller Start-Ups scheitern. Nur 10 bis 20% können steigenden Umsatz verbuchen und bestehen ohne nennenswertes Wachstum. Gerade einmal 10% erreichen die selbst gesteckten Ziele. Oder sie werden von Großkonzernen mitsamt der Idee aufgekauft. Das sind dann die sagenumwobenen und begehrten Einhörner.

    Einhörner sind Überflieger
    Das edelste aller Fabelwesen ist ein Einzelgänger (CC BY-NC-SA 4.0) GGP

    Was ist ein Einhorn?

    Ein Einhorn Start-Up bzw. Unicorn ist ein besonders wertvolles und erfolgreiches Start-Up. Sie haben es innerhalb von etwa 6 Monaten geschafft, ihren Wert auf 1 Milliarde US-Dollar zu steigern.

    In den meisten Fällen wird das Start-Up für viel Geld von einem großen Unternehmen geschluckt und das Produkt ins Portfolio der großen Marke aufgenommen. Oder aus dem Start-Up wird eine „hippe“ Firma. Bekannte Beispiele sind Twitter, Soundcloud, Uber, AirBnB, Dropbox oder Disqus.

    Doch wie viele Firmen wurden gegründet, Ideen gepitcht, Mitarbeiter verschlissen, Millionen versenkt, ehe es diese handvoll Beispiele geben konnte?

    Zebras sind Gemeinschaftstiere
    Zebras fühlen sich wohl in der Gemeinschaft (CC BY-NC-SA 4.0) GGP

    Was ist ein Zebra?

    Das Gegenstück zum Unicorn ist das Zebra.

    Das Wachstum ist nicht exponentiell mit Aussicht auf maximalen Erfolg, sondern bezeichnet sich selbst eher als nachhaltig. Zebra-Firmen streben nicht nach Monopolen oder hohen Marktwert, sondern sind eher auf Kooperationen und gesellschaftlichen Einfluss aus. Das Motto ist nicht „Mehr“, sondern „genug“.

    So wie auch Gut Genug Purpeting – die nachhaltige Online Marketing Agentur deines Vertrauens aus Leipzig. Zwinkersmiley.

    Durch die anderen Prinzipien, Denkweisen und am Ende auch Handlungen sind Zebras aus unserer Sicht der nächste Schritt für eine bessere Welt für alle. Es können so (zumindest prinzipiell) die Herausforderungen unserer Zeit angegangen werden.

    Das Problem: Zebras sind kaum sichtbar.

    Medienlandschaft und Gesellschaft stecken in weiten Teilen noch in der alten Denke „höher, schneller, weiter“ fest und fixieren sich auf Firmen, die rasant wachsen und immense Geldberge scheffeln.

    Übrigens: Zebras gibt es unter dem Namen übrigens erst seit 2017 bzw. 2016, als der Name in einem Artikel bei medium.com fiel.

    Was ist besser Zebra oder Einhorn
    Bist du Zebra oder Einhorn? (CC BY-NC-SA 4.0) GGP

    Was ist besser: Einhorn oder Zebra?

    Bist du auf viel Arbeit, viel Geld und viel Anerkennung aus und findest Ausbeutung von dir und anderen okay? Dann ist das Einhorn-Modell das Richtige für dich. Fang am besten jetzt schon einmal mit einer guten Idee an und suche Quellen für Wagniskapital.

    Du möchtest mit deinem Produkt lieber die Welt zum Besseren verändern und mehr Geld als das Nötige zum Weitermachen muss nicht drin sein? Der Weg des Zebras ist dir geebnet.

    Und wir könnten ins Gespräch kommen. Schreib uns einfach, wenn du bei deinem Online-Auftritt, SEO oder Inhalten Unterstützung benötigst.

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    Für Anfragen, Kommentare und Nettigkeiten kannst du uns gerne eine Nachricht etwas hinterlassen. Wir freuen uns auf coole Ideen und Herzensprojekte.

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  • Was ist Marketing 3.0?

    Was ist Marketing 3.0?

    Die Welt ist voller Werbung. In der Regel stört sie einfach nur oder ist schlecht. Wir sehen oft lange Gesichter, wenn wir sagen, wir machen Online Marketing. Dabei ist es so viel mehr als nur schnöde Werbung (auch wenn die sicherlich ein Teil davon ist). Marketing ist das gesamte Konstrukt um die Vermarktung eines Produkts oder einer Dienstleistung. Und mit Marketing 3.0 wird es erst so richtig spannend.

    Marketing im Wandel der Zeit

    Marketing gibt es schon „immer“.

    Mündliche Erfahrungsberichte, Hören-Sagen – vielleicht gab es so etwas schon bei den Urmenschen? Einer konnte besonders gut Stöcker bearbeiten? Ein anderer gut Steine behauen? Einer malte besonders gut epische Heldengeschichten? Damals noch mehr als heute ist Mundpropaganda ein wichtiges Marketing-Werkzeug.

    Später kamen dann Marktschreier und gezielt gestreute Gerüchte dazu, dicht gefolgt von Plakaten und anderen Druckerzeugnissen. Letztendlich wurde es digital: LED-Wände, TV und natürlich das Internet. Mit der Portion Cookies, damit dir noch mehr verkauft werden kann.

    Über die Zeit hat sich die Art des Marketings allerdings stark gewandelt. Die neuste Entwicklung erlebst du gerade selbst.

    Marketing 1.0 der blanke Verkauf
    Marketing 1.0 will verkaufen (CC BY-NC-SA 4.0) GGP

    Marketing 1.0

    Klassisch für Marketing 1.0 ist der Marktschreier. Er ruft aus Leibeskräften einfach „Kauft Äpfel bei Müllers – es sind die Saftigsten!“. Versprechen und rein am Produkt orientiert. Verkaufen, verkaufen, verkaufen. Egal, wie. Hauptsache, es kommt aus den Regalen in die Haushalte.

    Doch die Menschen wurden anspruchsvoller.

    Marketing 2.0

    Es steht nicht mehr das Produkt bei Marketing 2.0 im Vordergrund, sondern das Gefühl, das mit einem Ding oder einer Firma verbunden wird. Apple hat das perfektioniert. Dazugehören. Image. Emotionen.

    Mit „dieser Zigarettenmarke“ bist du frei. Mit „diesem Bier“ hast du mit deinen Freunden einen schönen Abend. Wie kannst du ohne „dieses Smartphone“ überhaupt glücklich sein?

    Die Art von Marketing und Werbung ist aktuell vorherrschend.

    Doch viele Menschen lassen sich damit nicht mehr abholen. Sie wollen mehr Nachhaltigkeit. Firmen haben das erkannt und üben sich fleißig in Greenwashing.

    Letztendlich ist aber auch das mittlerweile im Wandel. Zumdindest in den Anfängen.

    Marketing 2.0 als emotionales Marketing
    Marketing 2.0 verkauft Stimmungen und Gefühle (CC BY-NC-SA 4.0) GGP

    Marketing 3.0

    Das nächste große Ding ist Marketing 3.0 – und du bist live dabei!

    Dinge müssen einen Zweck erfüllen, sinnvoll sein. Echter Mehrwert. Purpose.

    Einige Firmen haben das erkannt: Nachhaltigkeit steht an erster Stelle bei den Grundprinzipien.

    Aus simplen Konsument:innen werden Prosument:innen mit professionellen Ansprüchen.

    Genau da setzt Purpeting an.

    Purpeting ist ein von uns ausgedachtes Wort als Mischung aus Purpose + Marketing. Sinnstifendes Marketing.

    Wir wollen unsere eigenen Werte mit Nachhaltigkeit und Transparenz in allen Bereichen sinnvoll umsetzen. Dinge wiederverwenden. Ressourcen schonen. Menschen schonen. Und vielleicht auch ein wenig an die Zukunft des Denkens denken.

    Wieso nicht alle Ressourcen radikal schonen? Wissen wir nicht. Vermutlich, weil es unbequem und finanziell nicht so lukrativ ist. Wir können zumeindest aus unserer Erfahrung im Marketing sagen: Burn Out ist völlig normal. Nicht nur bei Führungskräften. Auch da fängt Nachhaltigkeit an.

    „Höher, schneller, weiter“ überdenken wir grundlegend. Ohne dabei den Fokus auf gutes Online Marketing zu verlieren. Einfach Marketing 3.0.

    Glaubst du nicht? Erfahre hier mehr darüber.

    Lust auf eine Zusammenarbeit?

    Du willst selbst ein Teil der Lösung sein?

    Dabei wollen wir dich gern unterstützen und dir die Plattform erschaffen, die es braucht.

    Es ist Zeit!

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  • Purpeting: Wir machen Purpose Marketing

    Purpeting: Wir machen Purpose Marketing

    Wir sind eine Purpose Marketing Firma – oder anders gesagt, wir machen Purpeting. Wir mussten dieses Kunstwort einfach erfinden, damit wir unsere Arbeit besser beschreiben können. Weil wir mehr anbieten als „nur“ nachhaltiges Online Marketing.

    Das kann Purpose Marketing

    Jedes Produkt braucht irgend eine Art von Marketing.

    Dabei ist es egal, ob es Mundpropaganda unter Bekannten ist, oder die großangelegte Informationskampagne in allen Formen und Farben und auf Kanälen. Marketing ist aber nicht gleich Marketing. Auch nicht, wenn es nach Außen so aussieht.

    Die Meisten sehen nur das Produkt, aber nicht das Dahinter. Zeit, Ressourcen und der Verschleiß der Arbeitenden. Richtig, Menschenverschleiß ist fast normal in der Branche.

    Purpose Marketing achtet genau auf diese Sachen und geht damit neue Wege.

    Zusammenarbeit mit einem Netzwerk aus Spezialisten
    Wir arbeiten mit einem Netzwerk aus Spezialisten zusammen (CC BY-NC-SA 4.0) GGP

    Das richtige Online Marketing für dich

    Du hast bestimmt schon eine Vorstellung von dem, wie dein Produkt auf die Menschen wirken soll.

    Wo soll es zu sehen sein? Und vor allem in welcher Form?

    Wird es ein Werbebild auf einer Homepage? Oder gleich ein ganzes Video als Vorspann bei Youtube? Oder doch eher ein Influencer-Placement bei TikTok oder Instagram? Hast du schon eine Homepage dafür? Ist die schon für die gängigen Suchmaschinen optimiert – sprich eine SEO-Kur bekommen?

    Wir bringen über 15 Jahre Berufserfahrung mit und arbeiten zusätzlich noch mit einem Netzwerk aus freien und selbstständigen Spezialisten zusammen. Zusammen finden wir das richtige Leistungspaket für dich und dein Produkt. Schreib uns einfach (oder lies erst zu Ende, was wir alles genau bieten).

    Unsere Leistungen auf einen Blick

    SEO

    Wir übernehmen für dich die Suchmaschinenoptimierung, kurz SEO. Die Analyse kann OnPage oder OffPage stattfinden und anschließend kommt das technische SEO dazu.

    Als Ergebnis wird deine Seite bei Google, Bing, Ecosia, Yandex oder privateren Suchmaschinen wie DuckDuckGo und Startpage besser sichtbar.

    Content

    Inhalte gehen Hand in Hand mit gutem SEO und sind der Schlüssel zum Erfolg im Netz. Wir analysieren mit dir zusammen die Anforderungen deiner Zielgruppe, helfen bei Formulierungen oder übernehmen die kompletten Beiträge auf deiner Homepage oder deinem Blog.

    Webseite

    Du bist Spezialist:in für dein Produkt. Wir haben die Spezialisten für deinen Internetauftritt. Mit dir zusammen entwickeln wir das Konzept und ein:e Webdesigner:in übernimmt die Umsetzung.

    Oder hast du schon eine Webseite? Sehr gut! Wir können deine Seite analysieren und dir auf Wunsch Tipps zur Optimierung des Nutzer-Flows (UX) und des Designs der Seite geben.

    Gut Genug Purpeting Leistungen
    Wir lieben Konzeption und UX (CC BY-NC-SA 4.0) GGP

    Social Media

    Facebook, Instagram oder doch ganz woanders? Es hängt von deiner Zielgruppe ab, wo wir zusammen deine Produkte platzieren. Wir helfen dir beim Aufbau deines Social Media Channels und unterstützen dich bei deinen ersten Postings.

    Hilfe zur Selbsthilfe – Anleitungen

    Empowerment ist bei uns nicht nur eine Floskel. Wir können zwar die komplette Arbeit für deine Firma übernehmen, wir finden es aber viel cooler, wenn du dir selbst helfen kannst. Wir zeigen dir in individuell erstellten Anleitungen, worauf es ankommt, wo du was unternehmen solltest und wann du am besten deine Inhalte online stellen solltest.

    Purpeting statt Marketing

    Leider läuft es in der Marketing-Branche nicht rund. Menschen werden ausgebeutet und wie unendlich verfügbares Baumaterial verschlissen. Wir setzen ein Zeichen dagegen.

    Purpeting achtet beim Marketing nicht nur auf die Umwelt, sondern auch auf die Menschen dahinter. Wir schonen die Ressourcen mit absichtlich schlankem Webseiten-Code. Wir achten auf eine gesunde Work-Life-Balance, sind nicht 24/7 erreichbar und erwarten das auch nicht von dir. Schließlich wollen wir unsere Arbeit auch noch in vielen Jahren mit dem gleichen Elan machen.

    Und nicht nur das: Unsere Konzepte und Inhalte veröffentlichen wir in der Regel als Creative Commons, einem freien Lizenzmodell für eine bessere Welt.

    Wir nennen das Marketing 3.0.

    Du willst ein Zeichen setzen?

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    Wir melden uns bei dir!

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